ELSA - The European Law Students' Association
Dresden
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Trainingday

"Fundraisingtraining mit ELSA-Dresden"


Mit unseren zwei wunderbaren Trainern hatten wir einen super Tag ! Neben Keksen und Kaffee gab es natürlich jede Menge Informationen zum Thema Fundraising.


Podiumsdiskussion

"Die Zukunft deutscher Juristen Bachelor/Master versus Staatsexamen"


Am 25.06.2009 veranstaltete ELSA-Leipzig eine Podiumsdiskussion zum Thema: „Die Zukunft deutscher Juristen – Bachelor/Master versus Staatsexamen“.

Man traf sich im Großen Sitzungssaal des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig, einem reich verzierten Raum, mich Gold geschmückt und Gemälden namhafter Persönlichkeiten wie dem des Kaisers Wilhelm I. und seinem Nachfolger Friedrich III an den Wänden.

Der Raum war gut gefüllt – allen voran Studenten der Juristischen Fakultät Leipzig, dazu 17 Studenten des Studiengangs „Law in Context“ sowie weitere Interessenten. Nach einem Gruß- und Einleitungswort der Bundesverwaltungspräsidentin Marion Eckertz-Höfer wurde die Diskussion vom Moderator und Professor für Europarecht, Völkerrecht und Öffentliches Recht an der Juristischen Fakultät in Leipzig, Dr. Markus Kotzur inhaltlich abgesteckt und die Diskutanten wurden von Ihm zu einem ersten inhaltlichen Statement gebeten.

Anwesend waren Prof. Dr. Christoph Degenhart, der den Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht, Wirtschafts-, Umwelt- und Planungsrecht in Leipzig innehat, Ministerialdirektor Dr. h.c. Heino Schöbel vom Justizministerium Bayern, Prof. Dr. Björn Burkhardt von der Universität Mannheim, Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, ausländisches und internationales Strafrecht, Ministerialdirigentin und Präsidentin des Landesjustizprüfungsamtes Sachsen Andrea Franke sowie Alexander von Reden, Anwalt bei CMS Hasche Sigle in Frankfurt am Main.

Schon zu Beginn wurde deutlich wer hier an diesem Abend sein geliebtes Staatsexamen verfechten würde. Allen voran die Herren Degenhart und Schöbel machten aus Ihrer Sicht zum Thema „Bachelor-Juristen“ keinen Hehl und verdeutlichten klar, dass für Sie eine Abschaffung des Staatsexamens nicht in Frage kommen würde. Herr von Reden, ein Mann der Praxis, nahm Abstand davon, jemals Bachelor-Juristen bei CMS Hasche Sigle einstellen zu wollen. Seiner Meinung nach hätte man keinen Unterschied zu seiner ehemaligen Sekretärin gegeben. Die Frage ob Bachelor-Juristen später als Anwälte arbeiten sollten, verneinte er.

Leider war festzustellen, dass oft am Thema vorbeigeredet wurde. Wurde doch im Verlauf der Diskussion deutlich, dass es in nächster Zeit keine Austausch des Staatsexamens durch den LL.B./LL.M. geben sollte. Vielmehr ging es darum, ob der Bachelor neben dem Staatsexamen in den Rechtswissenschaften eine ernstzunehmende Alternative ist. Insbesondere im Hinblick darauf, dass der LL.B./LL.M. ja eindeutig nicht zur Arbeit als Anwalt bzw. Richter qualifiziert. Die Diskussion nahm jedoch Fahrt auf, als einige der Dresdner Studenten erzählten wie es beim Studiengang „Law in Context“ überhaupt ablief. Zum Schrecken aller – denn die anwesenden Diskutanten hatten wohl vorher eine etwas andere Vorstellung über den juristischen Bachelor gehabt. Leider ergab sich am Ende nicht mehr die Möglichkeit zu offene Fragen und Probleme aufzuklären.

Es ist festzustellen, dass ELSA-Dresden eine durchaus interessante Diskussion erlebte, auch wenn der bittere Beigeschmack bleibt, dass die meisten der Anwesenden keinen blassen Schimmer davon hatten wie der juristische Bachelor im Endeffekt umgesetzt wurde. Dass dies nicht nur zum Schlechten geschah – wie viele immer behaupten – darf hierbei nicht in Vergessenheit geraten. In diesem Sinne: in dubio pro reo iudicandum est (lat. im Zweifel ist zugunsten des Angeklagten zu entscheiden) – der Angeklagte war hier unverkennbar das Bachelor/Master-System!

Clemens Limberg

Direktor IT / Presse


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